WhatsApp Benutzername und BSUID für Unternehmen: Die neue Funktion erklärt

Das Wichtigste in Kürze
WhatsApp führt seit Anfang 2026 schrittweise optionale Nutzernamen ein für Nutzer
Endkunden und Unternehmen können ihre Telefonnummer zukünftig verbergen und gegen einen einzigartigen Nutzernamen tauschen.
Für die Kommunikation mit diesen Nutzern ersetzt eine neue technische Kennung, die Business-scoped User ID (BSUID), die Telefonnummer als Identifikator in WhatsApp Business.
2026 führt WhatsApp schrittweise den WhatsApp Benutzernamen ein: einen frei wählbaren Namen, den Nutzer künftig anstelle ihrer Telefonnummer anzeigen können. Für Unternehmen, die WhatsApp Business nutzen, ist das mehr als eine rein visuelle Neuerung – sie betrifft, wie Kunden technisch identifiziert und erreicht werden. Auch Unternehmen können einen Business-Benutzernamen reservieren und nutzen.
Was ist ein WhatsApp Benutzername?
Ein WhatsApp Benutzername ist ein frei wählbarer Name, den WhatsApp-Nutzer ab 2026 anstelle ihrer Telefonnummer anzeigen können. Wer ihn aktiviert, bleibt für Unternehmen und private Kontakte über diesen Namen erreichbar, ohne die eigene Mobilnummer offenzulegen. Der Benutzername ist optional und muss nicht zwingend aktiviert werden.
Bislang war die Telefonnummer bei WhatsApp die zentrale Identität: Wer schreiben wollte, brauchte die Nummer der Gegenseite – und in Gruppen konnte jedes Mitglied die Nummern aller anderen sehen.
Die Einführung erfolgt schrittweise und wird von Meta gesteuert, sodass die Verfügbarkeit je nach Unternehmen und Region variieren wird.

Warum führt WhatsApp jetzt Nutzernamen ein?
WhatsApp führt Nutzernamen ein, um Endnutzer besser vor Spam, unerwünschten Kontaktversuchen und Identitätsdiebstahl zu schützen, indem die Telefonnummer nicht mehr zwingend sichtbar sein muss. Andere Messenger wie Signal oder Telegram bieten diese Funktion bereits länger. WhatsApp zieht damit nach, ohne das nahtlose Kundenerlebnis für Unternehmen zu beeinträchtigen.
Wichtig zu wissen: Das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt davor, denselben Nutzernamen plattformübergreifend auf mehreren Meta-Diensten zu verwenden (bsi.bund.de, 2026) – sonst lassen sich Accounts verschiedener Plattformen derselben Person zuordnen.
Was ändert sich für Ihre Kunden?
Für Ihre Kunden ändert sich nur etwas, wenn sie aktiv einen Nutzernamen anlegen: Die Telefonnummer bleibt dann in Einzel- und Gruppenchats verborgen, ein eindeutiger Nutzername ersetzt sie als Identifikator, und ein öffentliches Verzeichnis oder automatische Namensvorschläge gibt es nicht. Wer nichts unternimmt, bleibt wie bisher über die Nummer erreichbar.
Es gilt:
Feste Regeln: 3 bis 30 Zeichen, nur Kleinbuchstaben, Zahlen, Punkte und Unterstriche, jeder Name ist eindeutig vergeben. (ad-hoc-news.de, 2026)
Kein öffentliches Verzeichnis: Eine Suche oder automatische Namensvorschläge gibt es nicht – wer schreiben möchte, muss den genauen Namen kennen. (techbook.de, 2026)
Optional: Nutzer entscheiden selbst, ob und wann sie einen Benutzernamen aktivieren.
Gibt es auch einen WhatsApp-Benutzernamen für Unternehmen?
Ja, Unternehmen können ebenfalls einen mit ihrer Marke verknüpften WhatsApp-Nutzernamen beanspruchen.
Dadurch wird es für Kunden einfacher, Unternehmen auf WhatsApp anhand eines einprägsamen Markennamens zu finden und wiederzuerkennen.
Um die Markenidentität zu schützen, wird Meta berechtigten Unternehmen ermöglichen, ihren Nutzernamen zu beanspruchen, bevor die Funktion breiter eingeführt wird.
Wie unterscheiden sich Nutzernamen für Endnutzer und Unternehmen:
BSUID: Was ist eine Business-scoped User ID?
Eine Business-scoped User ID (BSUID) ist eine eindeutige, für Endnutzer unsichtbare technische Kennung, die Meta für jede Beziehung zwischen einem WhatsApp-Nutzer und einem Unternehmen vergibt. Diese unternehmensspezifische Nutzer-ID ersetzt die Telefonnummer als Identifikator in der WhatsApp Business Platform und ermöglicht es Unternehmen, Kunden auch dann wiederzuerkennen, wenn diese ihre Nummer hinter einem Nutzernamen verbergen.
Bislang war die Telefonnummer die primäre Kennung, die zur Verwaltung von Unterhaltungen, zur Verknüpfung von Kundendatensätzen in einem CRM und zur Steuerung von Automatisierungen verwendet wurde. Mit der Einführung von BSUIDs verfügen Unternehmen über eine zusätzliche Kennung, die sicherstellt, dass diese Prozesse mit erhöhtem Datenschutz weiterhin funktionieren.
Im Gegensatz zu einer Telefonnummer oder einem WhatsApp-Benutzernamen ist eine BSUID für den Nutzer nicht sichtbar. Sie ist ausschließlich für Unternehmenssysteme und -integrationen konzipiert. Diese Kennung bleibt mit der Unterhaltung verknüpft und ermöglicht es Unternehmen, den Nutzer bei zukünftigen Interaktionen wiederzuerkennen, unabhängig davon, wie sich der Nutzer innerhalb von WhatsApp identifiziert.
Eines ihrer Hauptmerkmale ist, dass derselbe Nutzer für jedes Unternehmen, mit dem er interagiert, eine andere BSUID erhält. Das bedeutet, dass dieselbe Person für jedes Unternehmen, mit dem sie interagiert, eine andere BSUID hat.
Technisch besteht eine BSUID aus einem zweistelligen Ländercode (ISO 3166 Alpha-2), einem Punkt und bis zu 128 alphanumerischen Zeichen – zum Beispiel US.13491208655302741918. Die Kennung bleibt stabil, solange sich die Telefonnummer des Nutzers nicht ändert. In diesem Fall vergibt Meta eine neue BSUID und sendet ein „user_id_update-Webhook“ mit alter und neuer ID, damit Unternehmen ihre Datensätze aktualisieren können. (Meta, 2026)

Warum führt Meta die Business Scoped User ID ein?
BSUIDs ermöglichen es Meta, ein datenschutzorientierteres Modell einzuführen, ohne die Art und Weise zu beeinträchtigen, wie Unternehmen mit ihren Kunden kommunizieren. Mehr zum Thema Datenschutz und WhatsApp erfahren Sie hier: WhatsApp und der Datenschutz: Das müssen Unternehmen jetzt wissen.
Mit BSUIDs können Unternehmen weiterhin:
Kunden genau identifizieren.
Den Konversationsverlauf aufrechterhalten.
Konversationen mit ihrem CRM verknüpfen.
Automatisierungen und Chatbots nutzen.
WhatsApp in ihre bestehenden Geschäftssysteme integrieren.
Eine Ausnahme gilt für Authentifizierungsnachrichten: One-Tap-, Zero-Tap- und Copy-Code-Vorlagen zur Verifizierung (z. B. Einmalpasswörter) lassen sich weiterhin ausschließlich über die Telefonnummer versenden und nicht über die BSUID (Meta, 2026).
Zusammengefasst: WhatsApp-Benutzernamen bieten Nutzern und Unternehmen eine neue Möglichkeit, sich innerhalb von WhatsApp zu identifizieren, während BSUIDs die technische Kennung bereitstellen, die es Unternehmen ermöglicht, Nutzer zu erkennen und hinter den Kulissen nahtlose Konversationen aufrechtzuerhalten.
Die Unterstützung der BSUID ist für alle Partner der WhatsApp Business Platform verpflichtend – unabhängig davon, ob Kunden tatsächlich einen Nutzernamen wählen. Für die Registrierung des eigenen Unternehmens-Accounts bleibt weiterhin eine Telefonnummer erforderlich, das ändert die BSUID nicht. (Meta, 2026)
LINK Mobility unterstützt bereits BSUIDs für die MyLINK WhatsApp API und hilft Ihnen so beim reibungslosen Übergang zu Metas neuem Identifikationsmodell.
Wie richtet man einen WhatsApp-Benutzernamen für ein Unternehmen im Meta Business Manager ein?
Meta hat damit begonnen, WhatsApp-Benutzernamen für Geschäftskonten einzuführen. Wenn Ihr Konto berechtigt ist und die Funktion für Ihre Telefonnummer verfügbar ist, können Sie Ihren Benutzernamen direkt im WhatsApp Manager konfigurieren.

Wichtig: Diese Funktion wird schrittweise eingeführt. Wenn Sie diese Option noch nicht sehen, bedeutet das lediglich, dass sie für Ihr Unternehmenskonto noch nicht aktiviert wurde.
So beanspruchen Sie einen WhatsApp-Benutzernamen:
Melden Sie sich bei Meta Business Manager an.
Öffnen Sie den WhatsApp Manager.
Wählen Sie im Menü auf der linken Seite „Telefonnummern“ aus.
Wählen Sie die Telefonnummer aus, die Sie konfigurieren möchten.
Öffnen Sie die Registerkarte „Profil“.
Scrollen Sie nach unten zum Abschnitt „Benutzername“.
Klicken Sie auf „Erstellen“ (oder „Benutznamen erstellen“) und folgen Sie den Anweisungen von Meta.
Was müssen Sie als LINK Mobility Kunde jetzt tun?
Kurzfristig müssen Sie nichts unternehmen. LINK Mobility bereitet die technische Umsetzung der BSUID-Unterstützung vor. Sobald für Ihre Integration konkrete Schritte anstehen, informieren wir Sie rechtzeitig.
Das können Sie bereits tun:
Prüfen Sie intern, ob CRM- oder Ticket-Systeme Kunden ausschließlich über die Telefonnummer zuordnen. Das betrifft auch, wie Sie WhatsApp-Opt-ins korrekt dokumentieren, da Einwilligungen häufig an die Telefonnummer gebunden sind.
Informieren Sie Ihr Sales- und Support-Team: Künftig kann in Chats ein Benutzername statt einer Nummer erscheinen.
WhatsApp-Nutzernamen sind ein weiterer Schritt hin zu mehr Datenschutz in der Kundenkommunikation. Mit LINK Mobility sind Sie technisch vorbereitet, sobald es so weit ist.

Über den Autor
Miriam Hasenrahm ist dipl. Kommunikationsdesignerin (FH) und heute Social Media & Content Managerin bei LINK Mobility für den DACH-Raum. Sie schreibt für Website, Blog, Social Media und Kampagnen, die LINK Mobilitys Produkte sichtbar machen.